Backgrounder für die Presse

Hintergrund-Informationen zu den Branchen der GUS

Chemie-Industrie unter Druck: Starke Konkurrenz aus Asien

Deutschlands Chemiebranche ist zweifellos in blendender Verfassung: Mit einer Wirtschaftskraft von 193,6 Milliarden Euro (Stand 2014) ist sie hierzulande der drittstärkste Industriezweig. Europaweit erwirtschaftet Deutschland gut ein Viertel des Chemieumsatzes und ist damit mit Abstand die Nummer eins. Dennoch hat sich der Markt verändert: Hohe Energiepreise, äußerst strenge Regularien innerhalb der Europäischen Union sowie die aufstrebende Konkurrenz aus Asien machen der Branche zu schaffen. Die GUS Group ist seit mehr als 35 Jahren in der Chemiebranche aktiv und unterstützt insbesondere mittelständische Unternehmen dabei, ihre Produktionsabläufe effizienter zu gestalten, um sich so – trotz des zunehmend harten Wettbewerbs – am Markt behaupten zu können.

In Deutschland gehören rund 2.000 Unternehmen zur chemischen Industrie, mehr als 90 Prozent davon sind kleine und mittlere Firmen. Diese erwirtschaften rund 30 Prozent des Umsatzes. Dabei sind die Mittelständler in der Regel nicht – wie in vielen anderen Branchen – die Zulieferer, sondern die Kunden der Großunternehmen. Konzerne, wie Bayer oder BASF liefern oft die Vor-produkte, welche die kleinen und mittelständischen Unternehmen zu Endprodukten weiter-verarbeiten. Dabei ist das Spektrum breit gefächert: von Lacken und Farben über Klebstoffe bis hin zu Reinigungs- oder Düngemitteln.

Strenge Regeln

Doch so unterschiedlich die Produkte und damit auch ihre Fertigungsverfahren sind: Sie alle müssen sehr hohe Anforderungen an Qualität und Sicherheit erfüllen. Um Mensch und Umwelt vor möglichen Risiken im Umgang mit Chemikalien zu schützen, sind Unternehmen in Deutschland seit 2007 an die Europäische Chemikalienverordnung REACH (Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals) gebunden. Danach dürfen innerhalb Europas nur Stoffe in Verkehr gebracht werden, die vorher registriert worden sind und über eine entsprechen¬de Registrierungsnummer verfügen. Zusätzlich regelt REACH auch die Weitergabe von Informa¬tionen innerhalb der Lieferkette: So sind nachgeschaltete Anwender verpflichtet, Hersteller oder Importeure detailliert über die Verwendung der Chemikalien zu informieren. Diese müssen die Informationen in ihren eigenen Dokumenten berücksichtigen und Maßnahmen zur Risikomin-derung vorschlagen. Ein aufwendiges Verfahren, das die GUS-OS Suite erleichtert, indem sie den Informationsfluss innerhalb der Lieferkette vollständig abbildet. Die ERP-Unternehmenslösung hilft Unternehmen, Datenblätter vollständig zu verfassen, berücksichtigt Transportvorschriften und Lagerkriterien (entsprechend den Technischen Regeln für Gefahrstoffe, TRGS 510) und sorgt auch für die entsprechende Etikettierung der Produkte. Ein Tanklagermanagement ist ebenfalls im Standard der OS Suite enthalten.

Ebenfalls unterstützt werden die Vorgaben aus der CLP-Verordnung (Classification, Labelling and Packaging). Die EU-Rechtsvorschrift verpflichtet Chemieunternehmen, Stoffe und Gemische zu kennzeichnen und entsprechende Sicherheitsdatenblätter zur Verfügung zu stellen, bevor die Waren in der EU in Verkehr gebracht werden. Im Gegensatz zu REACH ist die CLP-Verordnung auch für kleinste Stoffmengen gültig.

Konkurrenz aus China

Zu den großen Herausforderungen der Branche gehört die zunehmende Konkurrenz aus China. Wettbewerbsnachteile entstehen hierzulande vor allem durch die deutlich höheren Rohstoff- und Energiepreise sowie die strengen Umweltauflagen in Europa: Allein seit 2008 ist die Zahl der EU-Regulierungen insbesondere im Umweltschutz um fast 60 Prozent gestiegen. Nach Angaben der Unternehmensberatung Roland Berger ist der Anteil Europas am weltweiten Chemiemarkt bereits seit Jahren rückläufig: Während er im Jahr 2000 noch ein Drittel betrug, liegt er heute nur noch bei 19 Prozent – Tendenz abnehmend. Die Experten von Roland Berger schätzen, dass Asien bis zum Jahr 2035 rund 62 Prozent des Marktes ausmachen wird.

Rohstoffverfügbarkeiten und Preis schwer einschätzbar

Ebenfalls ein kritischer Faktor in der Chemie sind Rohstoffe: Die Verfügbarkeit vieler natürlicher Materialien, wie zum Beispiel Kautschuk, schwankt stark. Andere Stoffe wie Öl unterliegen aus volkswirtschaftlichen Gründen starken Preisschwankungen. Für Chemieunternehmen ist es daher essentiell, Rohstoffe rechtzeitig zu bevorraten, ohne jedoch zu viel Kapital durch große Lager-kapazitäten zu binden. Entsprechend müssen Unternehmen die benötigten Rohstoffmengen und die Reihenfolge der Produktionsaufträge so gut wie möglich planen. Zugute kommt der Branche hier die verstärkte Automatisierung und Vernetzung von Prozessen, die durch die zunehmende Digitalisierung der Industrie vorangetrieben wird. Gleichzeitig unterstützt die GUS-OS-Suite Unternehmen dabei, ihre Abläufe zu verbessern und so Kostennachteile gegenüber der Konkurrenz aus dem Ausland bestmöglich auszugleichen.

Branche in Bewegung: Pharmaunternehmen richten sich neu aus

Milliarden-Fusionen, Forschungs-Kooperationen, Preisdruck: Die Arzneimittelbranche befindet sich weltweit im Umbruch. Um dennoch dauerhaft sicher und effizient operieren zu können, sind Unternehmen gezwungen, ihre Prozesse regelmäßig zu überdenken und anzupassen. Unterstützung bietet hier die GUS Group, die seit mehr als 35 Jahren in der Pharmabranche aktiv ist. Rund 60 Unternehmen setzen allein in Deutschland auf die GUS-OS Suite, eine prozessorientierte ERP-Unternehmenslösung.

300 Milliarden US-Dollar: So hoch war der Wert aller weltweit fusionierten und übernommenen Pharma-Unternehmen weltweit – allein 2015. Und ein weiterer Riesendeal steht bereits vor der Tür: Der US-Konzern Pfizer will das Pharmaunternehmen Allergan für 160 Milliarden Dollar übernehmen. Aber auch in Deutschland richten sich viele Arzneimittelhersteller neu aus, indem sie einzelne Unternehmensteile ausgliedern oder sich mit anderen Firmen in Vertriebs-, Patent- oder Forschungskooperationen zusammenschließen. Das hat an vielen Stellen erhebliche Umstrukturierungen zur Folge. Zusätzlich sind die Unternehmen durch einen hohen Preisdruck und immer strengere gesetzliche Auflagen gezwungen, ihre Prozesse regelmäßig anzupassen und so zu organisieren, dass diese gleichzeitig sicher und effizient sind.

Konzentration auf das Wesentliche

Um sich stärker auf seinen Life-Sciences-Bereich konzentrieren zu können, gliederte Bayer im vergangenen Oktober seine MaterialScience-Tochter unter dem Namen Covestro aus und wird diese als eigenständiges Unternehmen an die Börse bringen. Das deutsche Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim will seinen Schwerpunkt künftig stärker auf die Tiergesundheit legen und tauschte daher Ende letzten Jahres sein Selbstmedikationsgeschäft gegen die Tiergesundheitssparte Merial des Pharmaunternehmens Sanofi.

Dies sind nur zwei Beispiele aus der jüngsten Vergangenheit, die auf eine zunehmende Zentrali-sierung der Pharmabranche hinweisen. Gründe für die neue Arbeitsteilung gibt es viele: Die Kosten für die Entwicklung von Medikamenten steigen, die gesetzlichen Anforderungen und Zulassungsbeschränkungen werden strikter, und der Gesetzgeber reguliert auch die Preisgestal-tung für die einzelnen Präparate zunehmend. Viele Firmen gehen daher dazu über, sich auf wenige Geschäftsfelder zu konzentrieren oder eigene Schwächen durch den Zukauf spezialisierter Unternehmensbereiche zu kompensieren. Insbesondere die Erforschung neuer Medikamente gilt als großes betriebswirtschaftliches Risiko: Die Kosten für die Entwicklung eines neuen Wirkstoffes liegen heute im Schnitt bei rund einer Milliarde Dollar. Immer mehr Unternehmen lagern daher ihre Forschungsabteilungen aus.

Die verstärkte Zusammenarbeit mit Partnern und Lieferanten zwingt Medikamentenhersteller aber auch, ihre Prozesse anzupassen und neue Werkzeuge und Anwendungen zu installieren. Dazu zählen zum Beispiel verbesserte Kalkulationsschemata für externe Produkt- und Dienstleistungsangebote, IT-Anwendungen für das Management von Ausschreibungen oder Tools zur Bewertung von Lieferanten. Die GUS-OS Suite ist speziell für die Prozessindustrie ausgelegt und bietet solche Funktionen an.

EU-Fälschungsrichtlinie stellt hohe Anforderungen

Auch die immer strengeren gesetzlichen Auflagen im Umgang mit Medikamenten setzen Pharma-unternehmen unter Handlungsdruck. Die Basis bildet hierzulande das deutsche Arzneimittelgesetz, das zum Schutz der Bevölkerung höchste Sorgfalt bei Produktion, Vertrieb, Prüfung, Verschrei¬bung, Aufklärung und Abgabe von Arzneimitteln fordert.

Zu den nationalen kommen EU-weite Vorgaben, wie beispielsweise die gerade erst veröffentlichte EU-Richtlinie für Arzneimittel-Sicherheit. Danach dürfen ab dem 9. Februar 2019 in Deutschland nur noch verschreibungspflichtige Arzneimittel in Verkehr gebracht werden, die auf ihrer Packung eine individuelle Seriennummer tragen und die erkennbar unversehrt sind. Ziel der Verordnung ist es, die zunehmende Verbreitung gefälschter Arzneimittel einzudämmen. Dabei steht zwar vor allem der Schutz der Bevölkerung im Vordergrund – aber auch die Minimierung des wirtschaftlichen Schadens: Entstehen durch Medikamentenfälschungen doch hierzulande jedes Jahr Schäden von rund fünf Milliarden Euro.

Serialisierung erfordert Prozessanpassungen

Für die Medikamentenhersteller hat diese Vorgabe erhebliche Konsequenzen. Denn diese sind gezwungen, künftig Millionen Seriennummern – entweder selbst generiert oder behördlich bereitgestellt – zu verwalten, auf Faltschachteln zu drucken und verifizieren zu lassen. Das bedeutet: Unternehmen müssen ihre Prozesse und IT-Systeme entsprechend anpassen. Um Arzneimittelherstellern hierbei unter die Arme zu greifen, bietet die GUS Group in Kooperation mit dem Systemintegrator arvato Systems eine Lösung an, mit der die Unternehmen ihre Produktions-prozesse so steuern können, dass sie die Anforderungen der Fälschungsrichtlinie entlang der gesamten Produktions- und Lieferkette erfüllen.

Ebenfalls dem Thema Sicherheit geschuldet sind Vorgaben zur Überwachung von Verfallsterminen und Restlaufzeiten, die Dokumentation von Laboranalyen und Chargenfreigaben oder die Kon¬trolle von Lagerungs- und Transportbedingungen. In einem immer stärker regulierten Umfeld sind Pharmaunternehmen gezwungen, solche Aufgaben soweit wie möglich zu automatisieren. Die GUS-OS Suite bildet diese Abläufe vollständig integriert ab und sorgt so für Transparenz entlang der gesamten Supply Chain.

Der deutsche Lebensmittelmarkt: Großes Potenzial, aber hart umkämpft

Hoher Preisdruck, sinkende Margen, geringe Deckungsbeiträge – der deutsche Lebensmittelmarkt mit rund 170.000 verschiedenen Produkten gilt als einer der am härtesten umkämpften weltweit. Gleichzeitig werden die Verbraucher hierzulande immer anspruchsvoller, was Qualität und Sicherheit von Nahrungsmitteln angeht. Unternehmen, die in diesem Markt erfolgreich bestehen wollen, müssen ihre Prozesse fest im Griff haben und gleichzeitig äußerst flexibel auf Veränderungen reagieren können. Die Berater und IT-Spezialisten der GUS Group sind seit über 35 Jahren in der Food-Branche zu Hause und bieten mit der GUS-OS Suite eine prozessorientierte ERP-Unternehmenslösung für die spezifischen Anforderungen der Lebensmittelbranche.

Die öffentliche Debatte um Chlorhühner und Genmais ist symptomatisch für die Lebensmittel-industrie: Ziel des geplanten Freihandelsabkommens der Europäischen Union mit den Vereinigten Staaten (Transatlantic Trade and Investmant Partnership, TTIP) ist es in erster Linie, Zölle abzubauen und Handelshemmnisse zu beseitigen, um so die Wirtschaft auf beiden Kontinenten anzu-kurbeln. Grundsätzlich eine gute Sache, wenn man bedenkt, dass die deutsche Nahrungsmittelindustrie inzwischen jeden dritten Euro im Ausland verdient.

Doch der typische Verbraucher denkt nicht in wirtschaftlichen Kennzahlen. Er erwartet zwar, dass die von ihm bevorzugten Produkte jederzeit verfügbar und noch dazu preisgünstig zu haben sind. Gleichzeitig verlangt er aber nach hochwertigen, schmackhaften und sicheren Produkten, die ihm das Gefühl geben, sich gesund zu ernähren. Das berühmt-berüchtigte Chlorhuhn passt da ver-ständlicherweise absolut nicht ins Bild. Die Lebensmittelbranche kämpft somit an zwei Fronten gleichzeitig: Auf der einen Seite sind Lebensmittelhersteller und -händler einem äußerst harten Preiswettbewerb ausgesetzt – angeheizt durch ein anhaltend hohes Kostenniveau in der Pro-duktion, teure Rohstoffe, steigende Energiekosten sowie die aktuelle Mindestlohnpolitik. Auf der anderen Seite findet zunehmend ein „Emotionswettbewerb“ um das Vertrauen der Kunden statt.

Risiken einkalkulieren

Wer in der Branche mithalten will, muss vor allem vorausschauend planen – bei Lebensmittel-produzenten leichter gesagt als getan. Teilweise sind die Waren eingeschränkt verfügbar und können z. B. nur in einer bestimmten Zeitspanne bezogen werden. Zudem schwanken die Energie- und vor allem die Rohstoffpreise stark. So kann eine verhagelte Apfelernte schnell auch die Preise verhageln und ein nasser Sommer die Getreidepreise in die Höhe treiben. Dazu kommen ökonomische Schwankungen, sei es durch neue Mindestlohnregelungen oder erhöhte Zölle.

Trotz aller Unwägbarkeiten sind Unternehmen gezwungen, die Versorgung mit Rohstoffen lang-fristig sicherzustellen. Möglich ist dies durch eine rechtzeitige und vorausschauende Risiko-bewertung und Planung, die derartige Schwankungen bereits frühzeitig bei Bestellung, Bevor-ratung, Kalkulation, Produktentwicklung und Produktion berücksichtigt. Die GUS-OS Suite unterstützt hier. Unter anderem enthält die Lösung variable Kalkulationsschemata. Diese ermöglichen laufende und wiederholbare Vorkalkulationen im Einkauf und bieten im Verkauf Entscheidungshilfen bei der Vergabe von Mengenrabatten oder nachträglichen Boni.

Hohe gesetzliche und regulatorische Anforderungen

Ebenfalls ein Schlüssel für die Wettbewerbsfähigkeit in der Lebensmittelbranche sind Qualität und Sicherheit. Denn zum einen verlangt der Verbraucher nach Transparenz. Er möchte genau wissen, welche Zutaten ein Produkt enthält und woher es stammt. Wer da nicht mit offenen Karten spielt, hat schnell ein Imageproblem – sei es aufgrund von nicht deklariertem Pferdefleisch in der Tiefkühl-Lasagne oder Pestiziden in Babyreis.

Zum anderen hat auch der Gesetzgeber äußerst hohe Anforderungen an die Lebensmittelindustrie – insbesondere um den Verbraucher zu schützen und gesundheitliche Schäden zu vermeiden. Vor diesem Hintergrund zählt die Lebensmittelbranche zu den am dichtesten regulierten Märkten überhaupt. Sowohl auf nationaler als auch auf europäischer und internationaler Ebene müssen Hersteller bei der Produktion und Vermarktung von Lebensmitteln eine Vielzahl von Gesetzen, Verordnungen und Richtlinien berücksichtigen. Zuletzt hat die EU mit der Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) europaweit die Kennzeichnung von Lebensmitteln vereinheitlicht. Seit Ende 2014 fordert die Verordnung unter anderem genaue Angaben zu Zutaten, Energie- und Nährwerten, Allergenen, Herkunft des Produktes sowie Mindesthaltbarkeits- bzw. Verbrauchsdatum auf den Verpackungen.

Die GUS-OS Suite erstellt die geforderten Zutatenverzeichnisse und Allergenangaben automatisch und bildet die Anforderungen der LMIV dadurch durchgängig ab. Zusätzlich gewährleistet die Anwendung die Einhaltung weiterer gängiger Branchenstandards, wie dem International Featured Standard (IFS), dem Standard des British Retail Consortium (BRC) oder der entsprechenden EU-Verordnungen zur Rückverfolgbarkeit.

Marken liegen im Trend

Die kritische Haltung der Verbraucher hat aber noch eine weitere Konsequenz: Die Deutschen setzen zunehmend auf Marken. Denn diese sorgen für Vertrauen und vermitteln Qualität. Marken-herstellern spielt diese Entwicklung in die Karten, denn für ein „trendiges“ Label greift der Konsument heute gerne auch mal etwas tiefer in die Tasche. Eine gewisse Preiselastizität nach oben ist also – trotz des harten Wettbewerbs – durchaus vorhanden.

Punkten können Hersteller und Händler heute beispielsweise mit Fair-Trade-Produkten, regio¬nalen Spezialitäten oder Feinkostangeboten. Allerdings verkaufen sich auch solche Lebensmittel nicht von selbst. Im Gegenteil: Die Etablierung einer Marke oder eines Nischenproduktes verlangt nach gezielten Marketingmaßnahmen und schnellen Entwicklungszyklen. Auch diese Prozesse bildet die GUS-OS Suite ab, beispielsweise durch die Kampagnenfertigung, die Verwaltung von Sonderrabatten (z. B. Werbekostenzuschüsse) oder das Reklamationsmanagement.

Potenzial ausschöpfen

Die deutsche Lebensmittelindustrie gilt als konjunkturell robuster Wirtschaftszweig und die Bereitschaft der Verbraucher, mehr Geld für qualitativ hochwertige Lebensmittel auszugeben, steigt: Nach einer Umfrage im Auftrag der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC würde inzwischen gut jeder zweite Deutsche für garantiert sichere Lebensmittel mehr Geld ausgeben. Das Potenzial für die Unternehmen der Branche ist also hoch. Dennoch: Nur wer vorausschauend, preisgünstig und effizient produziert und in der Lage ist, seine Absatzstrategien den steigenden Qualitätsansprüchen der Kunden flexibel anzupassen, hat langfristig eine Chance.

Die Kosmetikbranche in Deutschland: Champions in Sachen Flexibilität und Qualität

Ob Boom oder Rezession: Auf ein gepflegtes Äußeres will kaum jemand verzichten. Im ver-gangenen Jahr erwirtschaftete die Kosmetikbranche 13,4 Milliarden Euro Umsatz mit Nagellack, Lidschatten, Gesichtscremes und Co. Um im schnelllebigen, trendabhängigen Geschäft immer up to date zu bleiben, müssen Hersteller höchst flexibel agieren. Gleichzeitig gelten Qualitätsstandards, die sonst nur Branchen mit sehr viel längeren Produktzyklen erfüllen müssen. Hinzu kommen wachsende regulatorische Ansprüche und der intelligente Umgang mit einer wahren Datenflut. Die Berater und IT-Spezialisten der GUS Group sind seit vielen Jahren Partner der Kosmetikindustrie und bieten mit der GUS-OS Suite eine ERP-Unternehmenslösung, die speziell auf die hohen Anforderungen der Branche zugeschnitten ist.

Natural Look, cool & shiny, ein Hauch Urlaub im Alltag – auf der Fachmesse Beauty zeigte die Branche Anfang März 2016, was dieses Jahr angesagt ist: Zarte Pastelltöne kombiniert mit dem trendigen Metallic-Effekt auf einem Teint, der wie von der Sonne geküsst aussieht. So kann der Sommer kommen.

Bereits 2015 haben die Verbraucher hierzulande mit rund 13,4 Milliarden Euro rund zwei Prozent mehr für Schönheits- und Haushaltspflegeprodukte ausgegeben als im Vorjahr. Besonders gefragt waren Haarpflegeprodukte sowie Haut- und Gesichtspflegemittel, die jeweils rund drei Milliarden Euro zum Branchenumsatz beitrugen. Cremes und Lotionen konnten sogar um fast fünf Prozent zulegen. Und auch 2016 soll es laut Industrieverband Körperpflege und Waschmittel über alle Sparten hinweg noch einmal mehr werden.

Enorme Anforderungen

Basis des von der Konjunktur weitgehend unabhängigen Erfolgs sind laut einer Untersuchung des Beratungsunternehmens Bain & Company die richtige Preisstrategie, eine optimale Balance aus Innovation und Tradition und eine schlanke Kostenstruktur. Wer auf Wachstum setzt, muss außer-dem seine Lieferkette permanent optimieren und dabei zunehmend auch auf digitale Lösungen setzen.

Hinzu kommt: Die gesetzlichen Auflagen, die Preissensibilität der Kunden und die Anforderungen an die Produkte steigen ständig. Schnell, flexibel und auf hohem Qualitätsniveau Kosmetika zu entwickeln, zu produzieren, zu verpacken und schließlich über die diversen Vertriebskanäle zu distribuieren – dabei hilft die GUS-OS Suite. Auch die kurzfristige Anpassung des Produktportfolios an veränderte Marktbedingungen ist mit dem prozessorientierten Lösungsbaukasten der GUS-OS Suite kein Problem. Ob Wirkstoff-Test, produktionsbegleitende Qualitätskontrolle, die lückenlose Chargenrückverfolgung oder die Prüfung von Verfalls- und Mindesthaltbarkeitsdatum – nahezu alle Geschäftsprozesse entlang der Lieferkette in der Kosmetikbranche lassen sich mit der ERP-Lösung abbilden.

Risiken identifizieren – und vermeiden

Kriterien, die über Erfolg oder Misserfolg einer Produktlinie entscheiden, gibt es viele: Wer die angepeilte Marge pro Einzeltiegel erreichen will, muss permanent überprüfen, ob Distributions-weg, Marketingstrategie und die Qualität zum Produkt und zur Zielgruppe passen. Gerade im Premiumsegment ist der Online-Vertrieb nicht immer die richtige Wahl. Statt die etablierte Marke zu verwässern, ist der Launch einer Zweitmarke hier womöglich die bessere Option. Hierbei ist allerdings eine Vielzahl von administrativen Anforderungen und Aufgaben in der Unternehmensorganisation zu beachten. Die Möglichkeiten der integrativen Abbildung von mehreren Mandan¬ten im ERP-System ist dabei häufig unerlässlich.

Auch die Zeit, die für die Planung und die Beschaffung der Rohstoffe einzurechnen ist, spielt eine wesentliche Rolle. Ist ein Produkt beispielsweise auf Grund fehlerhafter Planung nicht verfügbar und die Nachfrage größer als das Angebot, drohen Kunden abzuwandern. Bekanntlich ist es sehr viel aufwendiger, einen Kunden zurückzugewinnen, als ihn bei der Stange zu halten. Daher hat die vorausschauende Planung unter Verwendung moderner Planungstools oberste Priorität, um langfristig Erfolg und Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Wann ist der optimale Zeitpunkt zu ordern? Wie viele Rohstoffe sind auf Lager oder unterwegs? Wie lange dauert der Produktionsprozess? Wie lässt sich der Forecast dynamisch in die Planung integrieren? Die GUS-OS Suite bildet Rahmenverträge und Organisationsstrukturen vom Direktvertrieb über Vertretungen/Institute bis hin zum Groß-/Detailhandel flexibel ab. Komfortable Auswertungen über Key Performance Indikatoren (KPI) und Business Intelligence-Analysen zeigen zu jedem Zeitpunkt auf, wie profitabel das Unternehmen ist, oder ob sich Engpässe abzeichnen.

Qualität ist planbar

Die EU-Kosmetik-Verordnung und die „Grundsätze zur guten Herstellungspraxis“ des nationalen Branchenverbandes IKW schreiben den Herstellern nicht nur vor, die Inhaltsstoffe zu dokumen-tieren, sondern legen auch fest, wie der gesamte Produktionsprozess auszusehen hat. Kosmetik-produzenten müssen Produktinformationen zusammenstellen, die Sicherheit der Produkte bewer-ten, Rückstellmuster bilden und eine eindeutige Identifizierung jeder Charge gewährleisten. Was wurde wann wohin verkauft, was ist noch im Lager, welche Rohstoff-Chargen wurden verwendet? Unternehmen müssen diese Daten jederzeit abrufen können, um den Anforderungen der Ord-nungsbehörden gewappnet zu sein. Die GUS-OS Suite unterstützt Unternehmen sowohl beim Wirkstoff-Test und der produktionsbegleitenden Qualitätskontrolle als auch bei der der Prüfung des Verfalls- und Mindesthaltbarkeitsdatums. Dabei stehen die Experten der GUS Group ihren Kunden nicht nur bei der Implementierung der Software zur Seite, sondern nehmen auch die Optimierungsmöglichkeiten der Geschäftsprozess unter die Lupe.

Medizintechnik: Demografischer Wandel bietet Wachstumschancen

Die Lebenserwartung steigt, die Geburtenzahlen sinken, altersbedingte Krankheiten nehmen zu – der demografische Wandel stellt die Branche der Medizintechnik vor wachsende Herausforderungen. Mit einem Umsatz von acht Milliarden Euro im Inland und 17 Milliarden im Ausland (Stand 2014) zählt Deutschland laut Bundesministerium für Bildung und Forschung zu den weltweit bedeutendsten Herstellern von Medizinprodukten – nach den USA und Japan. Rund 40 Prozent der deutschen Exporte gehen aktuell in Länder der Europäischen Union. Umfassende Regulierungsvorschriften und aufwendige länderspezifische Zertifizierungsprozesse machen den Export jedoch kompliziert und teuer. An dieser Stelle unterstützt die GUS Group mit ihrer GUS-OS Suite: Die prozessorientierte ERP-Lösung vereinfacht unter anderem Dokumentationsverwaltung, Prozessfreigaben und Gerätemanagement und hilft Unternehmen bei der Forschung und Entwicklung medizintechnischer Innovationen.

Die Medizintechnikbranche in Deutschland ist stark mittelständisch geprägt, hoch innovativ und zeichnet sich durch sehr kurze Produktzyklen aus: Laut einer Umfrage des Bundesverbands Medizintechnologie (BVMed) erzielen die Hersteller rund ein Drittel ihres Umsatzes mit Produkten, die nicht älter sind als drei Jahre. Im Durchschnitt investieren sie etwa neun Prozent ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung. Viele dieser Innovationen führen zu Einsparungen im Gesundheitssystem – sowohl im Krankenhaus, als auch beim niedergelassenen Arzt oder der Krankenkasse. Laut einer Studie des BVMed ist der innovativste Bereich die Kardiologie, gefolgt von Onkologie, Neurologie und Diagnostik.

Strenge Zertifizierungsverfahren

Der Markt für Medizintechnik ist durch eine Vielzahl an Normen und Vorschriften stark reglementiert. Dabei sind die Anforderungen international sehr verschieden. In Deutschland muss der Prozess, den ein Produkt von der Entwicklung bis zur Marktzulassung durchläuft, vollständig dokumentiert werden. „Benannte Stellen“, also private Unternehmen wie beispielsweise der TÜV, führen die entsprechenden Prüfverfahren durch. Dabei zertifizieren sie zum einen das Qualitätsmanagement des Herstellers, zum anderen das Medizinprodukt an sich. Das CE-Label kennzeich-net nach erfolgreicher Prüfung die Zulassung für den Markt.

In den USA ist zentral die FDA, Food and Drug Administration, für die Zertifizierung verantwortlich. Auch deutsche Hersteller, die ihre Produkte in Amerika anbieten wollen, müssen das Prozedere der FDA durchlaufen. Insgesamt geht der Trend dahin, die Marktzugangsverfahren zu harmonisieren und zu vereinfachen: So verkürzte die FDA im Herbst 2015 die Zeitspanne für Zulassungs-verfahren und reduzierte deutlich die Zahl der Anträge, die aufgrund von Mängeln abgelehnt werden (Refuse to Accept, RTA).

Die GUS Group unterstützt sowohl deutsche als auch internationale Zertifizierungsverfahren. Gepaart mit über 35 Jahren Erfahrung im validierungspflichtigen Umfeld sorgt die GUS Group so für eine reibungsfreie und schnelle Zulassung medizintechnischer Produkte.

„Alles, was unter die Haut geht“

Medizinprodukte sind hierzulande – abhängig von ihrer Anwendung und dem verbundenen Gefährdungspotenzial – in drei Risikoklassen eingeteilt. Produkte der Klasse I sind beispielsweise Mundspatel, Gehhilfen oder Kühlakkus. Die Bewertung für diese Produkte liegt nur in der Verantwortung der Hersteller, es sei denn, sie haben eine Messfunktion oder müssen steril verwendet werden. Zur Klasse II zählen Medizinprodukte mit mittlerem Risiko, wie zum Beispiel Ultraschall- und Röntgengeräte, Zahnfüllstoffe und -implantate oder Überwachungsmonitore. In dieser Gruppe muss in der Produktionsphase eine Benannte Stelle involviert sein.
Produkte wie Hüftimplantate, Herzklappen und -schrittmacher oder Herz-Lunge-Maschinen gehören zur Klasse III und unterliegen damit der strengsten Bewertung.

Die GUS Group unterstützt die Entwicklung, Herstellung und Zertifizierung medizintechnischer Produkte, die „unter die Haut gehen“, also die Klassen II (b) und III. Um die komplexen Anforde-rungen in diesen Klassen abbilden zu können, bietet die GUS-OS Suite eine „Workflow Engine“: Der Medizintechnik-Hersteller kann sich hier aus rund 1.000 Prozessschritten genau die Abläufe zusammenstellen, die er in seinem IT-System abbilden möchte. Programmierkenntnisse sind dafür nicht notwendig.

Prozesstransparenz und ein fortlaufendes Monitoring werden mit der GUS-OS Suite ermöglicht: Tools für die Datenanalyse, wie z. B. Key Performance Indikatoren und Business Intelligence, gehören ebenso zum Standard wie Audit Trail und eine durchgängige Dokumentation des Produktlebenszyklus.

UDI wird auch in Europa Pflicht

Einen wesentlichen Beitrag zur Vereinfachung des globalen Handels mit Medizinprodukten wird UDI leisten. Das Unique Device Identification System sorgt dafür, dass Medizinprodukte eine weltweit eindeutige Produktnummer tragen müssen, die maschinenlesbar auf dem Produkt beziehungsweise der Verpackung hinterlegt ist. Dieser Code dient als Schlüssel zu einer UDI-Datenbank (UDID), die eine Reihe von Informationen zu den Produkten enthält. Das System wird eine eindeutige Identifizierung und weltweite Rückverfolgung von Medizinprodukten ermöglichen. Von der Einmalkanüle bis zum Röntgengerät sollen alle Produkte mit einer eindeutigen Identifikationsnummer gekennzeichnet sein. In Europa ist die Einführung anvisiert, in den USA ist die Kennzeichnung schon Pflicht. UDI wird je nach Risikoklasse, Art und Anzahl der Produkte für viele Unternehmen einigen Aufwand mit sich bringen. Beispielsweise sind die Drucksysteme an den Produktionslinien umzustellen, und für den Eintrag in die UDI-Datenbank müssen die Hersteller die Daten identifizieren und verwalten.

Digitalisierung revolutioniert medizintechnische Versorgung

Die intelligente Kontaktlinse bestimmt den Blutzuckergehalt in der Tränenflüssigkeit und sendet die Werte ans Smartphone und in die Patientenakte beim Hausarzt. Ein intelligentes Ultraschallgerät sendet die aufgenommenen Bilder an eine Virtual Reality-Brille, sodass der untersuchende Arzt eine dreidimensionale Innenansicht des Patienten erhält. Diese Beispiele zeigen, welche Möglichkeiten die Digitalisierung der Medizintechnik eröffnet. Neue Behandlungsansätze werden möglich, die Ärzte und Patienten aktiv bei der Therapie und Vorsorge unterstützen. So erhöhen beispielsweise Kombinationsprodukte aus medizintechnischem Gerät und Arznei die Sicherheit bei der Dosierung von Medikamenten und minimieren falsche Dosierungen. Auch der 3D-Druck aseptischer Implantate, wie Hüftgelenke aus Titanstaub, individuell entwickelt nach den Anforderungen des Patienten, wird in naher Zukunft möglich sein. Ein weiterer wichtiger Trend ist die personalisierte Medizin auf Basis der Genom-Analyse. Hier werden Geräte benötigt, die große Mengen an Informationen verarbeiten können, um so Risikoprofile von Patienten für bestimmte Krankheiten zu erstellen. Gleichzeitig lassen sich anhand der Gen-Informationen eines Patienten Therapien ganz gezielt danach auswählen, ob sie nach statistischer Wahrscheinlichkeit bei ihm angeschlagen würden. Die Software eines Geräts sucht dabei online die wirksamste Therapie und zeigt eine Empfehlung an.

Es gilt: Viele medizintechnische Geräte werden komplexer. Immer häufiger müssen zusätzliche Hard- und Software sowie die Möglichkeit zur Vernetzung integriert sein. Die Hersteller sollten außerdem im Blick behalten, dass diese Geräte sich möglichst intuitiv und einfach bedienen lassen.

 

Kontraktlogistik in Deutschland: Chance für den Mittelstand

Die Kontraktlogistik boomt: Immer mehr Unternehmen in Deutschland lagern ihre logistischen und logistiknahen Aufgaben langfristig an spezialisierte Dienstleister aus, um sich so besser auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren zu können. Experten prognostizieren, dass allein in Deutschland das Umsatzvolumen der Kontraktlogistik bis 2017 auf 15,8 Milliarden Euro anwachsen wird (Quelle: statistika.com). Dabei ist das theoretische Potenzial noch weitaus höher, denn viele Firmen betreiben ihre Logistikprozesse nach wie vor inhouse. Allerdings teilen sich diesen Kuchen hierzulande rund 60.000, überwiegend mittelständische Unternehmen. Bestehen kann hier nur, wer Trends, wie die zunehmende Digitalisierung, für sich zu nutzen weiß und seine Abläufe mithilfe innovativer IT-Systeme verschlankt und optimiert. Unterstützung bietet die GUS Group mit ihrer GUS-OS Suite, einer prozessorientierten ERP-Unternehmenslösung, die speziell auf die Anforderungen der Kontraktlogistik zugeschnitten ist.

Die Kontraktlogistik hat sich verändert: Schon längst geht es in der Branche nicht mehr nur um traditionelle Logistikaufgaben wie Transport und Lagerung. Immer häufiger übernehmen Kontraktlogistiker auch zusätzliche Dienstleistungen (Value Added Services), wie die Verpackung von Produkten, die Reinigung von Maschinen oder die Vormontage bestimmter Bauteile. Ebenfalls eine immer größere Bedeutung bekommt das E-Fulfillment. Hier kümmert sich der Dienstleister um alle Aufgaben, die nach einer Online-Bestellung in einem Internetshop erfolgen – von der Bestellannahme über Lagerhaltung, Kommissionierung und Verpackung bis hin zu Frankierung und Versand der Ware. In der Regel wird ein solcher Kontrakt für mindestens ein Jahr geschlossen. Sind seitens des Dienstleisters hohe Investitionen notwendig, zum Beispiel in die Lagertechnik, sind durchaus aber auch Vertragslaufzeiten von fünf bis sieben Jahren üblich.

Jeder Kunde ein neues „Projekt“

Die meisten Kontraktlogistiker übernehmen Services für mehrere Unternehmen. Vielfach haben die einzelnen Branchen unterschiedliche Anforderungen an Prozesse und Lagerbedingungen und müssen sich auch an ganz unterschiedliche gesetzliche Normen und Vorschriften halten. Dabei spielen heute vor allem die gestiegenen Ansprüche an die Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit einzelner Waren sowie hohe Umweltauflagen eine wesentliche Rolle. Insbesondere Produkte des täglichen Bedarfs müssen zudem in einer hohen Geschwindigkeit und in großen Mengen verteilt werden. Dazu kommen speziell bei Lebensmitteln hohe Frische- und Hygieneanforderungen.

Doch selbst bei Auftraggebern derselben Branche gibt es keine Standardkontrakte. Für den Logistiker erfordert jeder Neukunde das Aufsetzen eines neuen Projektes mit ganz individuellen Prozessen. Das können besondere Anforderungen an das Qualitätsmanagement, mehr oder weniger strenge Vorgaben für die Rückverfolgbarkeit der Waren oder besondere Preis- und Konditionengefüge sein. Um diese komplexen, sich kontinuierlich verändernden Anforderungen erfüllen zu können, bietet die GUS-OS Suite die sogenannte Workflow Engine: Mit dieser Funktion kann sich der Kontraktlogistiker aus rund 1.000 Prozessschritten und -abläufen für jeden Kunden genau die Prozesse zusammenstellen, die er in seinem IT-System abbilden möchte. Programmier-kenntnisse sind dafür nicht notwendig.

Trend: Digitalisierung

Die zunehmende IT-gestützte Steuerung und Vernetzung von Geschäftsprozessen ist auch aus der Logistikbranche nicht mehr wegzudenken: Intralogistische Staplerleitsysteme weisen dem Fahrer immer den kürzesten Weg zur nächsten Palette, Pick-by-Voice-Lösungen „sagen“ dem Lagerarbeiter, welche Palette er als nächste kommissionieren soll, und mithilfe von MDE-Geräten (MDE = Mobile Datenerfassung) lassen sich Wareninformationen und Warenbewegungen automatisch abscannen statt die Mitarbeiter mit Zettel und Stift durchs Lager zu schicken. Auch die RFID-Technologie (RFID = Radio Frequency Indentification) spielt in der Kontraktlogistik eine immer wichtigere Rolle, da die RFID-Transponder inzwischen rentabel und technisch ausgereift sind. Zum Beispiel halten diese Tags heute sehr hohen Temperaturen stand und können auch in Industrie-umgebungen eingesetzt werden, die durch Chemikalien belastet sind.

Die GUS OS-Suite bildet den gesamten Kommissionierungsprozess softwareseitig ab, eine MDE-Lösung und ein Staplerleitsystem sind ebenfalls bereits im Standard enthalten. Weitere externe Anwendungen, wie Pick-by-Voice, lassen sich problemlos über Schnittstellen an die Standard-software anbinden.

Für Kontraktlogistiker ist der Einsatz digitaler Technologien heute essentiell, denn diese sind erheblich weniger fehleranfällig und deutlich schneller als händische Verfahren. Nicht zuletzt gewährleisten sie eine hohe Prozesssicherheit und -qualität – die zentralen Kriterien für die Wettbewerbsfähigkeit eines Kontraktlogistikers.

Komplexe Leistungsbewertung und -abrechnung

Ebenfalls eine Herausforderung stellen bei Kontraktlogistikern die Themen der Abrechnung und Rechnungsstellung dar. Denn diese sind typischerweise aufgrund der kundenindividuellen Waren-flüsse und Services äußerst vielschichtig und komplex. Dieselbe vertraglich vereinbarte Leistung, zum Beispiel ein bereitgestellter Lagerplatz, kann bei Kunde A anders fakturiert werden als bei Kunde B. Dazu müssen kundenindividuelle Konditionen, wie Staffelpreise, Rabatte oder Boni be-rücksichtigt werden. Kein Wunder also, dass es sowohl bei der oftmals manuell vorgenommenen Erfassung, als auch bei der darauf aufbauenden Bewertung und Fakturierung der einzelnen Leistungen nicht selten zu Fehlern kommt. Die GUS OS-Suite bietet mit ihrer automatisierten Leistungserfassung inklusive der Konditionenverwaltung die Möglichkeit, all diese kunden-individuellen Dienstleistungen mengenmäßig zu erfassen und wertmäßig abzurechnen. Die berühmte „Zettelwirtschaft“, die heute noch bei vielen Logistikern gang und gäbe ist, gehört damit der Vergangenheit an.

 

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