Online shoppen bei Mila d’Opiz

Der Kosmetikhersteller Mila d’Opiz vertreibt seine Produkte jetzt auch via Internet. Das Familienunternehmen aus St. Gallen hat dazu eine E-Shop-Lösung installiert, die alle gewünschten Informationen zu den Pflegeprodukten in Echtzeit direkt aus dem ERP-System des Unternehmens zur Verfügung stellt.

Als Caroline Magerl-Studer vor zwei Jahren in die Fußstapfen ihres Vaters trat und an die Spitze des Swissmedic-zertifizierten Familienunternehmens Mila d’Opiz rückte, hatte sie eine klare Vorstellung von der Zukunft des traditionsreichen Unternehmens: „Unsere Firma war ein bisschen in die Jahre gekommen“, erinnert sich die Geschäftsführerin. „Um auch weiterhin neben den Großen der Branche bestehen zu können, mussten wir uns verjüngen.“ Im Fokus ihrer Überlegungen: die Neuorganisation des Vertriebs der hochwertigen Gesichts- und Körperpflegeprodukte. Diese wurden bis dato ausschließlich über eigene Verkaufsniederlassungen oder Handelspartner in rund 40 Ländern an den Mann beziehungsweise an die Frau gebracht. „Gerade für die jüngere, zunehmend mobile Kundschaft ist es heute vollkommen normal, über das Internet einzukaufen“, sagt Magerl-Studer. „Es war daher höchste Zeit für uns, unsere Produkte auch online anzubieten.“ Willkommener Nebeneffekt: Via Web erreicht der Kosmetikhersteller auch die Länder, in denen er bisher nicht mit eigenen Niederlassungen vertreten war.

Beratung und Service im Fokus

Die Anforderungen an die neue Shop-Lösung waren hoch: Es galt nicht nur, den Onlineverkauf technisch umzusetzen, sondern auch ein Konzept für eine gute und umfangreiche Beratung via Web zu entwickeln – und zwar sowohl für die Institute und Fachhandelspartner als auch für die Privatkunden. „Dazu kam, dass wir durch den Vertrieb über das Netz nicht unser gutes und enges Verhältnis zu den Fachhandelspartnern und Instituten gefährden wollten“, sagt Magerl-Studer. „Die zuständige Niederlassung sollte daher auch weiterhin die Möglichkeit haben, die eigenen Kunden selbst zu beliefern.“

Inhalte kommen aus dem ERP-System

Eine weitere Besonderheit: Um Medienbrüche zu minimieren, wollte Mila d’Opiz den Shop nicht über ein gesondertes Content Management System befüllen, sondern direkt aus dem jeweiligen Artikelstamm im ERP-System. Da der Kosmetikhersteller bereits seit einigen Jahren mit der GUS-OS Suite der GUS Group arbeitet, lag es nahe, auch die E-Shop-Lösung des ERP-Herstellers genauer unter die Lupe zu nehmen. „Natürlich haben wir uns weitere Systeme angesehen“, sagt Magerl-Studer. „Aber der E-Shop der GUS hat uns schließlich überzeugt.“ Das entscheidende Argument: Die Shop-Lösung ließ sich über Echtzeit-Adaptoren direkt mit dem ERP-System verbinden.

Beratung in drei Sprachen

Innerhalb von rund acht Monaten installierte das Team der GUS gemeinsam mit Vertretern von Mila d’Opiz eine umfangreiche Webshop-Lösung in drei Sprachen. Seitdem können die Kunden rund um die Uhr und von jedem Ort aus bequem bei dem Kosmetikhersteller einkaufen – ob per PC, Tablet oder Smartphone. Und auch für die Fachhandelspartner ist die Arbeit heute deutlich komfortabler: Sie bestellen ihre Ware nicht mehr via Fax oder Telefon, sondern bequem per Mausklick. Zusätzlich bietet das Portal seinen Besuchern mit dem „Hautanalyser“ die Möglichkeit, mittels eines strukturierten Online-Fragenkatalogs den eigenen Hauttyp zu bestimmen und sich einen passenden Pflegeplan erstellen zu lassen. Da nicht überall dieselben Produkte erhältlich sind, unterscheiden sich die Anleitungen von Land zu Land.

Geführter Einkauf

Grundsätzlich ist der Shop in zwei Bereiche aufgeteilt: einen für Privat- und einen für Geschäftskunden. Der Grund: Partner und Institute können andere Produkte kaufen als der private Nutzer, und auch die Preise für den Handel unterscheiden sich von denen für Endnutzer. Wer den Shop besucht, meldet sich zunächst als Privat- oder Geschäftskunde an und wird dann automatisch auf die entsprechende Seite geleitet. Je nachdem, aus welchem Land der Nutzer kommt, passt sich auch die Sprache automatisch an.

Keine Übertragungsfehler mehr

Da der Webshop mit der ERP-Anwendung verbunden ist, werden sämtliche Kundenbestellungen direkt als Verkaufsaufträge im ERP-System angelegt, dort weiterverarbeitet und zur Auslieferung an die zuständige Verkaufsniederlassung weitergeleitet. Umgekehrt kommen alle Produktinformationen auf der Webseite direkt aus dem ERP-System. „Ändern wir beispielsweise in der Konditionenfindung den Preis für eine Creme, erscheint diese Information automatisch auch im Webshop“, erklärt Magerl-Studer. „Da wir alle Informationen nur einmal erfassen, gehören Redundanzen und Übertragungsfehler der Vergangenheit an.“ Und auch die Grenzen zwischen dem rein informativen Internetauftritt von Mila d’Opiz und dem eigentlichen Webshop existieren heute nicht mehr.

„Es war am Anfang nicht leicht, unseren eher konservativen Verwaltungsrat von den Vorteilen des Online-Vertriebs zu überzeugen“, erinnert sich Magerl-Studer. „Doch heute sind sowohl die Geschäftsleitung als auch unsere Mitarbeiter vollkommen überzeugt von dem neuen System. Dasselbe gilt auch für unsere Partner.“ Abgeschlossen ist die Verjüngungskur von Mila d’Opiz damit jedoch noch nicht. Magerl-Studers aktuelles Projekt: der Ausbau der Social Media-Aktivitäten.

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