GUS-OS Suite bei Finzelberg: Zurück zum Standard

„Zurück zum Industriestandard und „Umsetzung einer zukunftsorientierten Langfriststrategie” waren die zentralen Investitionsmotive für das Management von Finzelberg, als es um die Entscheidung für eine neue Software-Plattform ging. Der Pharmaspezialist wechselte auf die plattformunabhängige und webbasierte GUS-OS Lösungsfamilie rund um GUS-OS ERP.

Standard der Erwartungen

Um diesen erheblichen Aufwand in Produktqualität effizient bewältigen zu können, investierte Finzelberg schon früh in IT-Systeme. „Mit einer neuen Software wollten wir die Gelegenheit ergreifen, unsere Anpassungen in einen Standard zurückzuführen. Ziel war wieder uneingeschränkt update-fähig zu werden und auch die Aufwände für Branchenanforderungen wie etwa die Validierung zu reduzieren”, so Heim. Weitere Erwartungen, welche die Andernacher, mit der neuen ERP-Lösung verknüpften, waren eine leichtere Anbindung der verschiedenen Produktionsstandorte und eine Reduzierung des Bedien- und Einarbeitungsaufwandes durch eine intuitive grafische Benutzeroberfläche. Es lag daher nahe, die „strategische Investition” in eine neue zentrale ERP-Lösung mit einer Neubestimmung der Technik zu verbinden. Die Entscheidung fiel daher auf ein System, welches in Java programmiert wurde, plattformunabhängig und webbasiert ist.

Pilot auf pragmatischer Route

Zum Start des Projektes wurde zunächst eine Ist-Analyse vorgenommen. Auf Grund dieses Statusreports konnte das Projektteam dann entscheiden, welche Funktionalitäten in den Standard übernommen werden sollten. “Beispielsweise erstellten unsere Entwickler auf Anregung von Finzelberg eine „Soll-Chargen-Disposition”. Das heißt, eine Charge wird jetzt schon bei Anlage der Bestellung oder des Produktionsauftrags gebildet und nicht erst bei Produktionsstart”, erläutert Eckhard Hasse, Projektleiter und Geschäftsführer der GUS Group.

Ergebnis mit pflegeleichtem Charakter

Finzelberg verfügt jetzt über ein ERP-System, welches im Wesentlichen aus Standardfunktionen besteht. Updates spielt die GUS Group jetzt direkt von ihrem Standort Köln ein, so dass die entsprechenden Programmieraufwände, die bei der hoch individualisierten Altlösung etwa zwei bis drei Monate betrugen, auf null sanken. Da die GUS Group Dokumentationsunterlagen im Umfang mehrerer tausend Seiten als PDF-Dateien mit ausliefert, sinken bei Finzelberg auch die Kosten für die Validierung. Individuelle qualitätsrelevante Anpassungen müssen natürlich nach wie vor vom Unternehmen selbst validiert werden. Auf Grund der GUS-OS Bedienoberfläche konnten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Finzelberg, die mit dem System arbeiten, zudem erheblich produktiver werden. So wurden Personalkapazitäten für neue Tätigkeiten frei. Da GUS-OS ERP webbasiert ist, gestaltete sich auch die Anbindung der verschiedenen Produktionswerke von Finzelberg unkompliziert. Auch das neue Werk in Polen konnte leicht an die IT-Infrastruktur angeschlossen werden – gut das die neue Lösung mittels Übersetzungswerkzeug schnell polnisch lernte.

GUS-OS ERP als Plattformkern

Zusammen mit der zentralen ERP-Lösung führte das Projektteam gleich vier Zusatzmodule ein: Für erweiterte Auskunftsmöglichkeiten, Optimierungsverfahren und Simulationen sorgt GUS-OS Planung. Bei Absatzplanung und Primärbedarfsmanagement kommt GUS-OS Forecast zum Einsatz. Das dritte Zusatzmodul ist GUS-OS Produktpass. Damit steuert und dokumentiert Finzelberg arbeitsteilige Prozesse im Sinne des Product-Lifecycle-Managements. Das Quartett vollständig macht das Labor-Informationsmanagementsystem (LIMS) GUS-OS Labor. „Die GUS Group ist da, wenn es drauf ankommt und hat die mittelständische Denke. Dies gibt uns Zuversicht auch für die nächsten Schritte”, blickt Frank Heim voraus. Heute blickt Finzelberg auf über 130 Jahre Erfahrung mit Entwicklung und Produktion pflanzlicher Extrakte zurück, die aus über 150 verschiedenen Rohstoffen gewonnen werden. Weitere Schwerpunkte des Unternehmens sind Extrakte für Arzneimittel, Nahrungsergänzungsmittel sowie umfangreiche Dienstleistungen von der Produktentwicklung bis zur Zulassung. Um die Anforderungen der zahlreichen Auftraggeber aus der Pharmabranche zu erfüllen, hat Finzelberg reproduzierbare Herstellverfahren und ein Qualitätsmanagementsystem etabliert, das alle Drogen und Extrakte durchlaufen.

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